Rocky Mountain high
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Machen Sie mit uns eine Reise der (landschaftlichen) Extreme. Von der Wüste Nevadas über die fruchtbaren Täler Utahs durch das wilde Idaho zu den markanten Bergen Grand Tetons weiter zu den einmaligen Landschaften des Yellowstone Nationalparks. Weiter über den Glacier Nationalpark (Montana) nach Kanada (Alberta) über Banff auf dem "schönsten Highway der Welt", dem "Icefield Parkway Drive" bis nach Jasper und über den Highway 93 wieder zurück nach Las Vegas (oder bei der 3-wöchigen Reisevariante Rückflug von Calgary). |
Ausschreibung
Reiseetappen (die Bilder vergrößern sich, wenn man draufklickt):
- Tag 1
- Tag 2
- Tag 3-4
- Tag 4-7
- Tag 7-8
- Tag 8-10
- Tag 10-12
- Tag 12-16
- Tag 16-17
- Tag 17-20
- Tag 21-22
- Tag 22-23
- Tag 23-27
- Tag 27-29
Unser Hotel ist in dieser Nacht wie auch in den letzten zwei Nächten das Stratosphere, von dessen Turm aus man einen phantastischen Blick über Las Vegas hat. Wir haben mit unseren Zimmerkarten freien Eintritt dazu!

Auch wenn es gestern etwas später geworden sein sollte, so müssen wir heute doch etwas früher Las Vegas „auf Wiedersehen“ sagen und uns auf die I15 North Richtung Salt Lake City auf den Weg machen. Es wird eine eintönige und lange Strecke werden, die wir heute fahren werden, die uns aber unserem ersten Highlight beständig und zielsicher näher bringt. Und mit diesem Ziel vor Augen nimmt man das Ganze schon etwas leichter - und mit der passenden Musik ist es wie ein Roadmovie, das man schon x-mal im Fernsehen gesehen hat und spürt.
Wir übernachten in Salt Lake City im Howard Johnson Express.
Auch heute sollten wir uns nicht ganz so spät auf den Weg machen und die letzten Meilen unter die Räder nehmen. Unsere Fahrt führt uns durch das nordöstliche wildromantische Idaho. Schnell ist die lange Fahrt bis hierher vergessen und das Auge saugt diese Landschaft geradezu ein. Vorbei geht es am Snake River; ein kurzer Abstecher bringt uns zu den Fall Creek Falls. Unsere Fahrt führt uns vorbei an Wiesen und Feldern und steigt zu den Big Hole Mountains und den Pine Creek Canyon an, um schließlich mit einen Panoramablick über das Teton Valley und den Namensgebern, den Grand Tetons, frei zu geben. Der Grand Teton National Park ist auch zugleich unser erster landschaftlicher Höhepunkt. Die Grand Tetons sind die markantesten Berge in den Rockies. Auch wenn man nur ein Schattenbild sieht, weiß man doch gleich, um was für Berge es sich handelt.![]()
Auch uns wird diese Bergkette mit den markanten Spitzen und der Steilheit in ihren Bann ziehen und so machen wir uns auf den Weg auf der Parkstraße durch den Park. Auf der gesamten Strecke hat man fast immer einen grandiosen Blick auf die Teton Range. Einige Highlights sind die Cathedral Group beim gleichnamigen Tournout, mit einen besonders eindrucksvollen Blick auf die drei Teton (Mount Owen, Teewinot Mountain und den Grand Teton). Am Oxbow Bend schweift der Blick über den Snake River zum Mount Moran. Dieser Blick (der besonders bei Sonnenaufgang sehr eindrucksvoll ist) wird bei ihnen einen bleibenden Eindruck hinterlassen und die Speicherkarten werden heiß laufen. Mit etwas Glück taucht hier auch noch der ein oder andere Elch auf. Einige weitere Höhenpunkte sind Jackson Lake, Jenny Lake und, und, und.![]()
Dieser Park hat einiges an Höhenpunkten zu bieten; lassen Sie sich überraschen. Das war aber noch nicht alles! Um ihre Aufnahmekraft, Foto und Speicherkarten (oder Filme) an die Grenzen ihrer Kapazität zu bringen, fahren wir über den Grand Teton National Park in den Yellowstone National Park ein.
Wir übernachten die erste Nacht in der Togwotee Mountain Lodge und die drei folgenden Nächte im Super 8 Gardiner.
Yellowstone - der Park der Superlative, Heimat von Tausenden von Geysiren, kochenden Quellen, Fumarolen, Schlammlöchern, Flüssen, Bächen, Seen, Wasserfällen, Bergen und Wiesen, Bisons, Bären, Elchen, Wölfen, Wapiti´s, Adlern und noch unzähligen anderen Tieren und Naturerscheinungen. Aber auch ein gewaltiges Pulverfass mit einer Menge Sprengkraft!
Es ist aber auch die Heimat der Erdgeister die mal wieder vergessen haben den Kaffeekessel vom Herd zu nehmen, wenn der alte getreue „Old Faithful“ seine Wasserfontäne 30 Meter hoch schleudert. Ein unangenehmer Geruch liegt in der Luft, wenn in der Erdgeisterküche das ein oder andere Menü nicht ganz so geworden ist wie es sein sollte, und in der Küche kocht der Pudding und Eintopf, zu sehen an den Heißen Schlammlöchern, vor sich hin.
Der Old Faithful zählt zu den Höhenpunkten im Yellowstone; es gibt aber in seiner unmittelbaren Nachtbarschaft noch eine Unmenge an anderen Geysiren und heißen Quellen. Über einen Rundweg geht es vorbei am Castel Geyser, Grand Geyser, Gigant Geyser, Beehive Geyser und Beehive Geyser. Denn Crested Pool, Liberty Pool, Beauty Pool, Doublet Pool und den berühmten Morning Glory Pool, der so heißt, weil er einer Blume ähnelt, um nur einige zu nennen. Hier im Upper Geyser Basin befindet sich die größte Konzentration von Geysiren und heißen Quellen der Welt. Das ist aber noch nicht längst alles auf unserer Fahrt. Durch den Park kommen wir noch an unzähligen weiteren spektakulären Naturschauspielen vorbei. Der Grand Prismatic Spring, mit 110 Meter Durchmesser die größte und schönste heiße Quelle im Park, auch wenn man ihre Schönheit und intensiven Farben nur aus der Luft voll genießen kann (könnte auch das Auge der Welt sein), so ist sie doch einen Besuch wert und von der tollen Färbung kann man auch so etwas sehen. Etwas weiter ist der Firehole Lake. Dieser See ist auch im Winter nicht zugefroren und ein beliebter Platz für die Bisons, die sich im warmen Wasser von den eisigen Temperaturen erholen. Bei den Fountain Paint Pot (das ist die Puddingküche der Erdgeister) blubbert rot-rosafarbener heißer Schlamm in den Schlammpots. Man kann sich gar nicht satt sehen, denn es ergeben sich immer wieder neue Formen. Warm wird es auch bei Norris Geyser Basin, denn hier ist der heißeste Boden im Park und mit den Steamboat Geysir auch gleichzeitig den größten Geysir der Welt (ist aber sehr selten aktiv) .Von Norris führt eine Verbindungsstraße nach Osten zum Canyon Village. Diese Straße führt vorbei an weiten Wiesen und Wäldern, auf denen man gegen Abend auch gut Tiere beobachten und fotografieren kann. Hier ist ein schöner Platz, wenn der Frost die Wiesen und Wälder mit feinen Eiskristallen belegt und bei Sonnenaufgang dieser Landschaft einen ganz besonderen Flair verleiht. Auf den Wiesen liegen noch regungslos die schlafenden Bisons. Ihr dichtes Fell ist durch den Frost noch mit feinem Eis besetzt. Bei den ersten warmen Sonnenstrahlen erheben sich die so urzeitlich aussehenden Tiere langsam. Es hat etwas Erhabenes zu sehen, wie sich diese fast ausgerotteten Tiere erheben. Es ist noch kalt und durch die Anstrengung steigt Rauch von ihren Körpern auf. Das gibt dem Ganzen etwas mystisches. Die Sonnenstrahlen werden kräftiger und der Frost verwandelt sich langsam in Nebel. In der Ferne ist der Rauch der Geysire zu sehen. Bevor ich jetzt aber vollends ins Schwärmen komme, schreibe ich lieber weiter. Wenn man Richtung Süden abbiegt, kommt man zum Yellowstone Lake. Vorher aber geht es zum Grand Canyon of the Yellowstone mit dem schönen 94 m hohen Wasserfall „Lower Falls“. Beim Blick in die Schlucht sind deutlich die gelben Canyonwände zu sehen, die diesem 1. Nationalpark der Welt seinen Namen gab. Auf dem Canyon Rim Drive mit seinen verschiedenen Haltepunkten hat man einen fantastischen Blick in den Canyon und auf den Yellowstone River. Bei Sonnenuntergang kann man die Lower Falls besonders schön fotografieren.
Richtung Norden führt die Straße vorbei an Flüssen, Wiesen und Bergen. Am Mount Washburn hat man den höchsten Punkt im Park erreicht. Dieses Gebiet ist am Morgen und am Abend sehr gut für Tierbeobachtungen geeignet, da in diesem Gebiet nicht ganz so viel Leute unterwegs sind.
Bevor wir nach Mammoth Hot Springs kommen, sollten wir dem Tower Fall einen Besuch abstatten. Der Weg zum Wasserfall ist zwar etwas anstrengend, lohnt aber auf alle Fälle. Bei Mammoth Hot Springs sind die Hauptattraktionen die Sinterterrassen, die es hier gleich im Dutzend gibt. Die sind immer ein lohnendes Fotomotiv. Der Yellowstone National Park bringt jeden Fotoapparat zum glühen und die Speicher an den Rand ihrer Kapazität, denn es gibt noch vieles, vieles mehr zusehen.![]()
Auch wir werden diese einmalige Szenerie an Vielfältigkeit und Abwechslung in uns aufnehmen, ja richtig in uns einsaugen und voller Ehrfurcht werden wir uns vor diesen Naturschönheiten verneigen. Durch das große Steintor Richtung Norden verlassen wir den Park, um unserem nächsten Ziel näher zu kommen.
Wir wählen für die Fahrt zu Glacier National Park eine wenig befahrene Straße - die US 89. Zunächst geht die Fahrt am Yellowstone River entlang. Mit etwas Glück können wir eine der größten Wildwanderung in den USA miterleben, wenn Bisons, Wapitis, Rehe, Dickhornschafe, und Weißwedelhirsche am Flussufer entlang in ihre Winterquatiere ziehen.
Die Straße windet sich durch Canyons, steigt danach wieder an und gibt den Blick auf fruchtbare Wiesen frei. Auf einer Anhöhe hat man einen tollen Panoramablick auf das Absaroka Massiv. Livington, eine Eisenbahnstation aus dem 19 Jahrhundert, wartet auf mit einer schönen Altstadt und einem Eisenbahndepot, dass von den Architekten entworfen wurde, die auch die berühmte Grand Central Station in New York City entworfen haben. Nach Livingston sind die Crazy Mountians mit dem Shields River für eine längere Zeit unsere Begleiter. In White Sulphur Springs fahren wir am Castel vorbei, ein großes viktorianisches Haus. Danach überqueren wir den 2250 m hohen Kings Hill Pass. Nach Great Falls öffnen sich die Great Plains zur Rocky Mountain Front, eine gewaltige Mauer aus Granit, die zusammen mit den Glacier National Park ein riesiges Ökosystem bildet. Etwas weiter breitet sich vor den Bergen der Freetout Lake aus. Er ist eine Zwischenstation für viele Zugvögel. Nach Browing fahren wir auf das Bergmassiv des Glacier National Park zu, um beim St. Mary Valley in die Going to the Sun Road einzubiegen.
Der Glacier National Park schützt eine großartige Gebirgslandschaft aus zerklüfteten Gipfeln, tiefen smaragdgrünen Bergseen, steilen Tälern und Gletschern, auch wenn diese nicht mehr sehr zahlreich sind und auch nicht mehr besonders groß. Quer durch diese Bergwelt führt die Going to the Sun Road - die schönste Straße der USA, wie die US Amerikaner sagen.![]()
Los geht es am St. Mary Lake, in dem sich die Bergkette der Rockies spiegelt. Von hier geht die Straße vorbei an bunten Wildblumenwiesen, in denen ich bei meinem letzten Besuch Schwarzbären beobachten konnte (sie saßen in einen Baum direkt vor meinen Nachtquartier). Da wir schon mal dabei sind: wir befinden uns ab hier im Bärenland, es ist also Vorsicht geboten! Gehen sie niemals alleine los; es sollte immer eine größere Gruppe von Leuten sein, die sich auf den Weg machen. Nicht durch das Unterholz laufen und immer auf den Weg bleiben! Machen sie etwas Lärm, damit die Bären die Chance erhalten, sich rechtzeitig einen anderen Weg zu suchen, denn wenn sie überrascht werden, könnte es gefährlich werden!
Die Straße windet sich den Berg hinauf. Bei Wild Goose Island führt ein kurzer Wanderweg zum gleichnamigen Aussichtspunkt. Von hier hat man einen herrlichen Blick auf die kleine Insel Wild Goose Island inmitten des Sees. Eingerahmt vom mächtigen Bergmassiv ist es einer der schönsten Stellen im Park. Immer weiter steigt die Straße empor; bei St. Mary Falls ist einer der schönsten Wasserfälle im Park zu sehen. Etwas weiter ist der Jackson Glacier zu sehen. Es gibt nicht viele Gletscher, die man von der Straße aus sehen kann; der Jackson Glacier gehört zu den Wenigen.
Am Logan Pass angekommen ist es ein absolutes Muss, den Wanderweg zu Hidden Valley zu begehen. Dieser ca. 3 km lange Weg ist zwar etwas anstrengend, man wird aber am Ende mehr als entschädigt. Er führt durch Blumenwiesen bergauf, um dann an einem Abgrund mit einem Atem beraubenden Blick ins Hidden Valley und dem Hidden Lake zu enden. Wer eine super Kondition hat, kann auch noch gerne den Abstieg ins Valley wagen, das ist aber schon sehr anstrengend! Außer diesem fantastischen Blick gibt es hier oben aber noch eine andere Attraktion zu bestaunen. Das Gebiet ist auch ein beliebter Platz für Schneeziegen und die Chancen stehen nicht schlecht, hier auf welche zu treffen. Bei Weeping Wall fällt ein Wasserfall direkt auf die Straße. Am Bird Woman Falls Overlook hat man einen tollen Blick auf das Bergpanorama und auf das tief liegende McDonald Valley. Der Avalanch Creek ist dann wieder ein Muss. Ein Wanderweg bringt uns zum Avalanch Creek, der sich hier durch eine auffallend blutrot scharf geschnittene Schlucht stürzt.
Wir nähern uns unserem Endziel, dem Lake McDonald. Vorher geht es aber noch zu den McDonald Falls, um dann später den See zu erreichen. Wir fahren dieselbe Strecke wieder zurück, damit man dieses tolle Panorama noch einmal genießen kann. Die Going to the Sun Road bietet auf ihren 50 Meilen immer wieder fantastische Ausblicke auf Berge und Täler, Flüsse und Seen, womit sie auf US-Seite wirklich zu Recht zu der schönsten Straße der USA gekürt wurde.
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Wieder am St. Mary Lake ankommen machen wir uns auf den Weg zum „Chief Mountain International Highway“ bis zum Waterton National Park.
Der Chief Mountain ist ein Ehrfurcht gebietender Berg und die Blackfoot Indianer binden immer noch bunte Tücher an die Bäume in seiner Nähe, wenn sie geistlichen Rat suchen. Etwas weiter hat man einen super Blick ins Waterton Valley. Hier auf dem Chief Mountain Highway überqueren wir auch die Grenze zu Kanada, wo wir uns für die nächsten Tage aufhalten werden.
Im Glacier National Park übernachten wir in den Waterton Glacier Suites.![]()
Der Waterton und Glacier National Park sind zum ersten International Peace Park der Erde gekürt worden, wodurch die Landschaft unter besonderem Schutz gestellt wurde. Außerdem hat die UNESCO dieses Gebiet zum Weltnaturerbe erklärt, um dieses einmalige Biosphärenreservat zu schützen und zu erhalten.
Es gibt zwei Panoramastraßen im Park; der eine ist der Akamina Parkway. Der Parkway verläuft durch Berg und Tal vorbei an Wiesen (gut für Tierbeobachtungen), um dann am Cameron Lake zu enden. Doch vorher geht es noch an Oil City vorbei; an dieser Stelle hat man nach Erdöl gebohrt.
Der Cameron Lake ist ca. 2,5 km lang und bis zu 40 m tief. Sein südliches Ende befindet sich in den USA. Auf dem Forum Peak (2225 m hoch) befindet sich ein Steinhaufen, der die Grenze zwischen Alberta, British Columbia (Kanada) und Montana (USA) kennzeichnet.
Die zweite Panoramastraße ist der Red Rock Canyon Parkway. Die Fahrt geht zunächst durch offene Prärie, um dann abrupt ins Gebirge überzugehen. Am Ende der Straße liegt der Red Rock Canyon und er macht seinen Namen alle Ehre. Dieser vom Wasser geschaffene Canyon ist durch seinen hohen Eisengehalt blutrot. Ein Wanderweg führt von hier zu einem schönen Wasserfall. Der Red Rock Parkway hat aber noch etwas anderes zu bieten. An seinen freien Hängen suchen nicht selten Grizzlys und Schwarzbären nach Saskatoombeeren, die hier wachsen. Mit etwas Glück kann man an dieser Stelle diese majestätischen Tiere beobachten, was natürlich ein absoluter Höhepunkt wäre und ein nie vergessenes Erlebnis darstellt. Leider gibt’s darauf keine Garantie!
Aber auch für die Wanderer gibt es noch das ein oder andere, z. B. die Wanderung zum Crypt Lake. Diese Wanderung zählt für viele zu den spektakulärsten in ganz Kanada. Es handelt sich hier um eine Tageswanderung und man muss über eine SEHR GUTE Kondition verfügen, schwindelfrei sein - und Platzangst sollte man auch nicht haben. Es wäre auch von Vorteil, wenn man Erfahrung im Bergwandern hat. Es geht ganz unspektakulär los: mit dem Bus geht es zu Startpunkt des Trails. Danach geht es mal bergauf, mal bergab vorbei an Wasserfällen. Nach einiger Zeit geht es steil bergauf an einem Bergsee vorbei. Am Campingplatz heißt es sich noch einmal zu stärken für das, was jetzt folgt. Über eine Leiter geht es, auf allen Vieren, durch einen Tunnel. Danach geht es auf einem schmalen Weg einen Abhang entlang; ein Kabel in der Wand bietet den Halt. Am Ende des Weges liegt dann der Crypt Lake. Auf seinem dunkelgrünen Wasser treiben fast das ganze Jahr Eisschollen. Eingerahmt wird er von einem Bergmassiv. Dieses Panorama lässt die vorangegangenen Strapazen schnell vergessen!
Es gibt aber auch noch leichte Wege im Park, die dann die andere Gruppe einschlägt. Da wären der sehr beliebte Bear`s Hump mit einem sehr schönen Panoramablick über das Waterton Valley oder der Bertha Lake Trail: vorbei am Bertha Falls windet sich der Trail nach oben. Am Ende wird man mit einen tollen Blick auf Bertha Lake belohnt. Man kann auch um den See herum laufen oder, oder.
Den schönsten Platz im Park hat das Prince of Wales Hotel. Hoch thront es auf einer Felskuppe über dem Waterton Lake mit einer gigantischen Aussicht und ist somit einen Besuch wert!![]()
Weiter geht unsere Fahrt Richtung Norden zu unserem nächsten Ziel, dem absoluten Höhenpunkt dieser Reise. Es geht ins Herz der kanadischen Rockies zu einem Schutzgebiet, in dem wohl eine der schönsten Berglandschaften der Erde geschützt werden.
Die UNESCO hat die kanadischen Rockies als Welterbe unter besonderen Schutz gestellt. Und das ist gut so! Wer sich mit uns auf diese Reise begibt, wird an die Grenzen seiner Aufnahmekraft gebracht. Nach Yellowstone und den Peace Park bewegen wir uns nun in einem riesigen Schutzgebiet, das vier Nationalparks umfasst, die durch die schönste Straße der Welt verbunden sind. Man kann gar nicht sagen, was am schönsten, spektakulärsten ist. Immer wenn man denkt, es gibt keine Steigerung mehr, wird man an der nächsten Kurve eines Besseren belehrt. Dieses Gebiet ist reich an Gletschern, Flüssen, smaragdgrünen Seen, Wälder, Tälern, Wasserfällen, Canyons und Tieren wie etwa Bären, Elche, Wapitis, Vögel, Weißwedelhirschen und viele Tierarten mehr.
Unser erster Anlaufpunkt ist Banff mit seinem gleichnamigen National Park. Zunächst fahren wir den Tunnel Mountain Drive bis zum Hoodoo Trail. Es sind zwar nicht so spektakuläre Hoodoos wie in den USA, aber es lohnt sich trotzdem hierher zu fahren, denn man hat einen Superpanoramablick auf den Bow River und das Tal von Banff. Eine kurze Wanderung auf den Bow River Trail bringt uns zu den Bow Falls, einem kleinen aber schönen Wasserfall. Aus der Ferne ist das mächtige Banff Spring Hotel zu sehen. Über den Lake Minnewanka Loop gelangt man zum „See des Wasser-geistes“, wie die Indianer den Lake Minnewanka nennen. Es ist der größte See im Park und liegt in einem Tal eingerahmt von einer sehr schönen Bergkulisse. Es folgen Tow Jack Lake und Johnson Lake. Das sind zwei kleinere Seen, aber deshalb nicht minder schön und fotogen.
Über den Trans Canada Highway (diese Straße ist ein absolutes Verbrechen an der Natur und wurde lange vorher gebaut, als dieses Gebiet noch nicht von der Unesco unter Schutz gestellt wurde) geht es auf den Bow Valley Parkway. Diese Parkstraße ist die schönste Verbindung zwischen Banff und Lake Luise. Zum einen ist sie nicht so stark befahren und zum anderen ist es eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke. Die Fahrt geht durch Wiesen und Wälder; der Bow River ist zu sehen. Wir folgen weiter der Straße. Im Rückspiegel ist der Mount Norquay zusehen, der bei Sonnenuntergang besonders schön aussieht, wenn die letzten Sonnenstrahlen die Bergspitze mit seinem ewigen Schnee in ein intensives rot, rosa und gold färbt. Im Johnson Canyon stürzt sich der Johnson Creek in mehreren spektakulären Wasserfällen in den Canyon. Ein Laufsteg bringt uns bis zum oberen Wasserfall. Bei Moose Meadows ist ein großes Feuchtgebiet, dessen besondere Reize bei Sonnenuntergang erst richtig zur Geltung kommen, wenn die umliegenden Berge zum Leuchten anfangen und die weiten Wiesen in ein mystisches Licht tauchen und die Wildtiere zum Äsen auf die Lichtung kommen. Bei Castel Mountain hat man einen tollen Blick auf die Burg, wie dieser Fels hier genannt wird.
Am gesamten Bow Valley Parkway hat man sehr gute Chancen, Wildtiere zu beobachten; auch Bären wurden hier schon gesehen. Dann kommen wir auch schon nach Lake Louise, dem touristischen Zentrum des Parks und die Perle im Banff National Park. Seine smaragdgrüne Farbe ist so intensiv, dass man denken könnte, da wurde mit Farbe nachgeholfen. Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass er links und rechts von dunklen Wälder eingerahmt wird. Und gegenüber sind die Gletscher der Plain of Six Glaciers zu sehen. Ist schon eine tolle Szenerie, die die Natur hier geschaffen hat. Von hier gehen auch zwei sehr reizvolle Wanderwege ab. Der eine führt zum Plain of Six Glacier. Am Ende des Weges befindet sich ein Teehaus, in dem man sich von den Strapazen ausruhen kann und einen echt guten Tee zum Trinken bekommt. Und dann ist da natürlich noch die tolle Aussicht auf die Gletscher. Auf den Rückweg hat man immer wieder einen sagenhaften Panoramablick auf den Lake Louise und die umliegenden Berge.
Der andere Weg führt steil bergauf zum Lake Agnes. Hier gehen die Gletscher direkt in den See über und auch hier kann man sich in einem Teehaus von den Strapazen des Aufstiegs erholen. Beim Rückweg hat man wieder diesen tollen Blick auf das Tal. Mein absolutes Highlight ist aber der Moraine Lake. Dieser tiefblaue See liegt einfach einmalig und sucht Seinesgleichen. Eingerahmt wird er von zehn Bergen, was diesem einmaligen Valley seinen Namen gibt: „The Valley of Ten Peaks“. Die Bergkette spiegelt sich in diesem einmaligen See. Die Gletscher reichen bis ins Wasser und wenn noch etwas Schnee liegt und dadurch dieses dunkelblau noch verstärkt wird, kann man sich gar nicht mehr von dieser einmaligen Kulisse trennen.
Nach Lake Louise geht es auf eine der schönsten Straßen der Welt weiter dem „Icefield Parkway“ Da wir diese einmalige Straße zweimal fahren, lege ich die Tage zusammen.
Auf 230 km führt die Straße vorbei an hängenden Gletschern (Gletschern, die fast bis zur Straße reichen und aus denen sich ein wilder Bach ins Tal ergießt), wilden Flüssen und Wasserfällen, hohen Bergen und tiefen Tälern, unberührten Wäldern und Wiesen, smaragdgrünen Seen und Feuchtgebieten. Auf diesen 230 km wird das Auge nie zur Ruhe kommen, denn es gibt ständig etwas Neues zu endecken.
Nach kurzer Fahrt hat man den Hector Lake erreicht. Hier wachsen Berglärchen, die sich im Herbst goldgelb verfärben, was zum blaugrünen Wasser des Sees einen sehr schönen Kontrast ergibt. Am Crowfood Glacier Aussichtspunkt hat man einen guten Blick auf den Gletscher, der seinem Namen aber nicht mehr gerecht wird, weil die dritte Zehe der Erderwärmung zum Opfer gefallen ist. Er ist aber trotzdem immer noch sehr sehenswert. Es folgt der Bow Lake, in dem sich die Schnee bedeckten Berge spiegeln. An seinem Ufer wachsen bunte Sträucher und Büsche. Die Straße steigt nun bis Bow Summit an. Wenn man hier zurück schaut, sieht man den Bow Lake in seiner ganzen Pracht, auch der Crowfood Glacier mit seinen drei (zwei) Zehenn ist zu sehen. Etwas weiter erreichen wir den Peyto Lake Aussichtspunkt. Dieser See ist wahrscheinlich der meist fotografierte See in den Rockies. Wann immer man ein Bild von den Kanadischen Rockies sieht, ist es der Peyto Lake. Dieser hoch oben gelegene Aussichtspunkt ist einer der Atem beraubendsten auf der ganzen Strecke. Man hat einen sagenhaften Blick ins Tal und auf den juwelenhaften See. Sein türkisfarbenes Wasser hebt sich deutlich von der Umgebung ab. Ab hier geht es ständig bergab vorbei an einzelnen Seen ins Mistaya Valley zum Upper Waterfowl Lake. Von seinem Ufer aus hat man einen super Blick auf die Bergkulisse. Hier am Upper und Lower Waterfowl Lake bietet sich eine gute Gelegenheit zur Elchbeobachtung.
Etwas weiter haben sich die tosenden Fluten des Mistaya River durch das weiche Gestein gefressen und somit den Mistaya Canyon entstehen lassen. Außer einer natürlichen Brücke sind auch Löcher im Fels zu sehen. Diese entstanden durch Felsbrocken, die durch den Fluss herumgewirbelt wurden und sie dadurch in den weichen Stein gruben. Wieder zurück auf der Straße folgt sie dem Saskatchewan River mit seinem glasklaren kalten Wasser. Vor uns tauchen die ersten Ausläufer des Columbia Icefield auf. Dieses mit über 300 km² größte und einfachste zugängliche Eisfeld auf unsere Reise ist ein weiterer Höhenpunkte. Der Star dieses Eisfelds, ist der Athabasca Glacier und man kann mit großen Spezialfahrzeugen auf diesen großen Gletscher fahren. Somit erlebt man Gletscher „Live“. Es gibt aber auch die Möglichkeit mit einem Ranger eine geführte Gletscherwanderung durchzuführen. Hier ist das Erlebnis noch viel intensiver und spannender. Man kann aber auch selbst bis zur Gletscherzunge laufen und recht gute Aufnahmen von den Gletscherspalten machen, in denen das türkisfarbene Eis gut zu sehen ist. Es wird aber DRINGEND davon abgeraten, auf eigener Faust den Gletscher zu besteigen, da Sie ja nicht wissen, wo sich die Gletscherspalten befinden. Wenn man zu der Gletscherzunge wandert, kommt man an verschiedenen Jahreszahlen vorbei, die kennzeichnen, wie sich der Gletscher im Laufe der Zeit zurückgezogen hat. Und es ist schon erschreckend, wie schnell er sich zurückzieht!![]()
Nicht weit davon entfernt kann man einen anderen Gletscher aus der Ferne betrachten, den Stutfield Glacier. Im Verlauf der Fahrt kommt man am Sunwapta Falls vorbei. Auf dem Wanderweg dorthin hört man schon aus der Ferne das dumpfe Grollen und die schäumende Gischt der herunterfallenden Wassermassen.
Nördlich des Wasserfalls durchfahren wir das Athabasca Valley und am Athabasca River entlang, der sich an Athabasca Falls tosend von den Klippen stürzt. Hier gibt es mehrere Aussichtspunkte, von denen man immer wieder einen anderen Blick auf die fallenden Wassermassen hat.
Jetzt sind wir kurz vor der Stadt Jasper, wo der Icefields Parkway Endet. Das waren 230 km atemberaubende Landschaft. Mit unvorstellbaren Panoramablicken auf Berge, Gletschern, Seen, Flüsse, Wiesen und Wäldern, Tiere und Wasserfällen. Ein einprägsames Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst. Das was wir beim ersten Mal nicht gesehen haben, holen wir auf der Rückfahrt nach.
Der Jasper National Park ist der größte der kanadischen Rockies und hat einiges zu bieten. Wer sich die Stadt Jasper und das umliegende Land von oben ansehen möchte, kann mit Kanadas größter Seilbahn auf den Whistler Mountain Fahren.
Eine der beliebtesten Wanderungen im Jasper National Park ist Weg um den Maligne Canyon. Hier hat der Maligne River eine gewaltige und spektakuläre Schlucht geschaffen. Sie ist teilweise über 50 m tief und an manchen Stellen nicht mal 1 m breit. Ein 3,5 km langer Weg mit einigen Brücken führt am und über den Canyon und man immer wieder Atem beraubenden Blick auf und in den Canyon. Das Wasser stürzt sich im Inneren des Canyons zu Tal und arbeitet so weiter an seinem Werk, das wohl nie fertig wird. Am oberen Ende des Canyons Stürzt sich der Fluss über einen Wasserfall in die Schlucht. Besonders schön ist der Maligne Canyon im Winter, wenn das Wasser ich in eine dichte Eisschicht verwandelt wird und man im Canyon laufen kann. Der Höhepunkt dieser Eiswanderung ist dann der gefrorene Wasserfall. Man befindet sich dann in einer anderen Welt - in einer Märchenwelt - und man vergisst dann alles um sich herum. Keine Hektik ist zu spüren, Zeit spielt keine Rolle mehr. Einfach ein Traum!
Der sehr schöne Medicine Lake ist ein weiteres Highlight. Auf dem Weg dorthin durchfährt man ein Gebiet mit feuchten Wiesen und Wäldern. Dieses Gebiet ist bekannt für ihre Bären und Elche. Es stehen große Warnschilder am Straßenrand, auf denen vor Bären gewarnt wird. Die gesamten kanadischen Rockies sind Bärenland, also bitte Vorsicht: nicht aussteigen, wenn Sie einen Bären sehen, denn er ist sehr schnell und viel stärker als ein Mensch! Die Straße führt über eine Brücke und hier hat man sehr gute Chancen, Elche zu beobachten. Bitte nähern Sie sich den Elch nicht, wenn Sie einen sehen. So ein Elch ist sehr groß mit und hat sehr viel Kraft. Die Vorderhufe sind eine gefürchtete Waffe. Ich habe mal beobachtet, wie eine Elchkuh mit Jungen ein Wolfsrudel in die Flucht geschlagen hat.![]()
Der Medicine Lake ist ein sehr interessanter See. Im Frühjahr ist er randvoll mit Wasser, das er aber im Lauf des Jahres wieder verliert. Er hat einen unterirdischen Ablauf und verliert so langsam im Lauf des Jahres an Wasser, bis nur noch wenige Pfützen vorhanden sind. Aber gerade das macht ihn so fotogen.
Nach dem Medicine Lake kommen der an Schönheit unerreichbare Maligne Lake. Eingerahmt von den schneebedeckten Bergen liegt er still und friedlich in diesem Tal, das kein Maler so schön malen kann. Mit einer Länge von 22 km ist er der größte natürliche See in den kanadischen Rockies. Die Farbe des Sees ändert sich je nach dem, wie viel Schwebeteilchen sich im Wasser befinden, von Grün nach Türkis. Die Schönheit des Maligne Lake bekommt man erst zu sehen, wenn man mit einen Ausflugsboot auf den See hinausfährt. Es ist die Queen Elisabeth Ranges und Maligne Ranges zu sehen, auf den Dreitausendern sind die Gletscher zu sehen und geben einen super Kontrast zum türkisfarbenen Wasser. Der Star des Sees ist aber Spirit Island, eine kleine bewaldete Insel. Sie ist das meist fotografierte Motiv im Jasper National Park.
Man kann aber auch einige Wanderwege am Seeufer begehen, die auch ihren Reiz haben.
Mount Edith Cavell ist auch noch ein lohnendes Ziel. Mount Edith ist der auffälligste Berg im Park. Über den Cavell Meadows Trail kann man den Angel Glacier sehen. Wenn wir die 93A weiter folgen, kommen wir an Gebieten vorbei, in dem sich öfters Schwarzbären aufhalten.
Ein sehr schöner kleiner See ist der Horseshoe Lake. Seinen Namen hat er, weil er die Form eines Hufeisens hat. In seinem blauen bis tiefgrünen Wasser spiegeln sich die Bäume und das Seeufer. Er ist klein aber oho.
Der Yoho National Park bezieht seine Schönheit aus den Wasserfällen, den Kicking Horse River und den sehr schön gelegenen Seen.
Über eine enge Straße mit haarsträubenden Haarnadelkurven zieht sich die Straße hoch ins Yoho Valley zu den sehr eindrucksvollen Takakkaw Falls. Dieser Wasserfall ist mit seinen 254 m einer der höchsten Wasserfälle in Nordamerika. Er ist auch ein sehr schönes Fotomotiv, wie er sich furchtlos in die Tiefe stürzt. An der Natural Bridge hat der Kicking Horse River eine natürliche Brücke geschaffen. Gegenüber hat man einen sehr schönen Blick auf den Fluss. Weiter geht es zum Emerald Lake. In seinem türkisgrünen Wasser spiegeln sich die umliegenden Berge der President Range. Dieser See ist eine echte Perle und man sollte mal um ihn herum Laufen. Die Wapta Falls sind ein weiterer Augenschmaus. Ein Wanderweg bringt uns durch den Walt zu dem über 30m breiten Wasserfall, man hört schon von Weitem, wie das Wasser in die Tiefe stürzt. Es gibt zwei Aussichtspunkte um diesen Wasserfall zu betrachten. Einmal von oben und wenn man weiter geht, kann man zum Flussbett absteigen und hat so die Möglichkeit, ihn von unten zu betrachten.![]()
Für die Eisenbahnfreunde hat der Park auch noch was zu bieten: beim Spiral Tunnel, eine bauliches Meisterwerk, kann man mit etwas Glück einen Zug sehen, der durch den Tunnel fährt. Die Züge sind hier so lang, dass oben die letzten Waggons noch nicht im Tunnel sind und unten der Zug schon wieder aus dem Tunnel raus ist.
Diejnigen, die die 3-wöchige Reise gebucht haben, fahren wir zum Flughafen nach Calgary zum Rückflug nach Frankfurt.
Der Kootenay National Park bildet das Ende unserer Fahrt durch die kanadische Rockies. Dieser Park ist der einzige kanadische Nationalpark, in dem es sowohl Gletscher als auch Kakteen gibt. Da er nicht so stark besucht ist wie seine Nachbarn, hat er eine reichhaltige Tierwelt. Wir fahren über Castel Mountain in den Park ein (beim Fireweed Trail ist die Grenze zwischen Alberta und British Columbia).
Der schönste Canyon der kanadischen Rockies befindet sich auch in diesem Park. Der Marble Canyon ist ein echter Traum; hier hat der Tokkum Creek sein Meisterstück geschaffen. Über einige Wasserfälle fließt das türkisgrüne Wasser durch diesen bis zu 40 m tiefen und teilweise nur 3 m breiten Canyon. Das Gestein ist hier so stark poliert, dass es wie Marmor aussieht. Auch hier kann man über ein paar Brücken den Canyon Überqueren und hat so einen eindrucksvollen Blick in die Schlucht.
Etwas weiter ist eine Hängebrücke über den Vermillion River gespannt. Hier beginnt der Weg zu den Ochre Beds mit den Paint Pots, oder wie die Indianer sagen „Csna`waki Cacudi" - wo der rote Lehmgeist herkommt“; und das ist wörtlich zu nehmen. Hier haben die Geister ihren Farbkasten und haben auch gleich die ganze Umgebung in rot, orange und senffarben getaucht. Ihre Pinsel haben sie in das farbige Wasser der Paint Pots getaucht, um immer wieder neue Farben entstehen zu lassen. Auch die Indianer haben hieraus die Farbe gewonnen, die sie für die Bemalung ihrer Haut, Zelte, Kleidung und Pferde benutzt haben.
Vorbei geht es am Kootenay Valley mit einer gigantischen Aussicht auf die Bergkette und dem Tal, durch das der Kootenay River fließt. Ein Rastplatz lädt zum Verweilen ein; aus der Ferne ist das dumpfe Grollen des Numa Wasserfalls zu hören, den man auf einem kurzen Weg erreicht. Ein paar Wanderwege gibt auch noch, z. B. der Weg zum Stanley Glacier mit tollem Blick auf das Tal und den Gletscher oder der Dog Lake Trail zu einem kleinen See, den man von der Straße aus nicht sehen kann. Bei der Durchfahrt des Sinclair Canyon haben wir auch schon fast die Parkgrenze erreicht und somit die einmalige Bergwelt der kanadischen Rockies.
Auf der 93 fahren wir Richtung USA, um nach kurzer Fahre die Grenze zu erreichen und nach Montana zu kommen.
Ab der kanadischen Grenze folgt die 93 dem Tal des Tobacco River nach Whitefish und Kalispell. In der Ferne ist der Flathead Lake, der im Flathead Indianer Reservat liegt, zu erkennen. Dieser See ist so was wie das Mekka aller Outdoor-Freunde in Montana. Nach Missoula folgt einer der schönsten Streckenabschnitte der 93 durch Montana, vorbei an den Bitterroot Mountains, breiten Tälern, alpinen Seen, Schnee bedeckten Bergen zur Grenze nach Idaho.![]()
Die nächsten 250 Meilen sind die schönsten, die die 93 dort zu bieten hat und gewährt einen sehr guten Einblick über die landschaftliche Vielfalt und Schönheit, mit der Idaho aufwarten kann. Idaho ist der mit Abstand unterschätzteste Bundesstaat der USA. Die meisten denken nur an Kartoffeln, wenn sie von Idaho reden. Idaho ist noch wildes Land, was durch den mächtigen Salmon River (der auch River of no Return genannt wird, weil man kann ihn nur stromabwärts befahren kann) noch verstärkt wird. In Idaho fließt der Salmon River durch die ausgedehnteste noch erhaltene Wildnis der USA (von Alaska mal abgesehen) und hat dabei einen der tiefsten Canyons, 300 m tiefer als der berühmte Grand Canyon, von ganz Nordamerika geschaffen. Bei den Sawtooh Range und der dazugehörenden Sawtooh National Recreation Area hat man wieder Wildnis pur mit Seen, Wäldern und Feuchtgebieten. Bei Ketchum hat man die Natur gezähmt und ein Nobelskiparadies - Sun Valley - geschaffen. Nach Ketchum geht es vorbei an den Lavafeldern. Ein Unikat auf dieser Strecke ist die Mammoth Cave - auf alle Fälle einen Besuch wert. In Shoshone sind die älteren Häuser aus Lavagestein gebaut.
Nun nähern wir uns der Grenze zu Nevada - und was für ein Unterschied! Vom wasserreichen Gebiet des Salmon River, den saftigen Wäldern und Wiesen, den ausgedehnten Feuchtgebieten, hohen Bergen und tiefen Canyons geht es jetzt genau ins Entgegengesetzte: es folgen Wüste und vertrocknete Wiesen. Es werden die einsamsten Meilen auf der gesamten Strecke. Hier in Nevada dürfte die 93 noch einsamer sein als der berühmte Highway 50, die ja als einsamste Straße der USA gilt. Unterbrochen wird diese Einsamkeit nur durch - wie Oasen gleich - Städte wie Ely oder dem Higway der Außerirdischen, der nach Rachel führt. Hier ist auch der geheimnisumwitterte Militärstützpunkt Area 51. Rachel ist eigentlich kein richtiger Ort, es stehen ein paar Mobilhomes oder Container herum. Es gibt ein Hotel mit Lokal - das Little A-Le-Inn mit ca. 99 Bewohner (?) und jede Menge Außerirdischen. Rachel ist so etwas wie das Mekka der Ufo-Freaks.
Wir übernachten zwei Mal in Ely; auf dem Programm steht der oft unterschätzte Great Basin National Park mit seinem fast 4000 Meter hohem Wheelers Peak und den ältesten Bäumen der Welt, den bis zu 5000 Jahren alten Grannenkiefern (Bristlecone Pines). Eine weiteres Highlight ist der Besuch der Lehman Caves, natürlich als Fototour, denn dort darf man sonst mit Stativ nicht fotografieren.
Bei der I 15 geht die 93 in den Highway über und damit vorbei beim Valley of Fire State Park. Wenn man gegen Abend Las Vegas näher kommt, kommt das einer Fata Morgana gleich. Man sieht schon von Weitem ein riesiges Lichtermeer, nur man kommt ihm scheinbar nicht näher. Man braucht eine gefühlte Ewigkeit, bis die ersten Häuser zu erkennen sind. Aber wir kommen unserem letzten Ziel, was ja auch gleich das erste war, näher. Las Vegas.
Ja, jetzt sind wir wieder in Las Vegas, die Hauptstadt des Glückspiels. Aber auch die Hauptstadt der Träumer, Schönen und Reichen, Obdachlosen und Glücksrittern, den besten Lokalen und schlechtesten Fressbuden, Nobelgeschäften und Centläden, bester Underhaltung und miesesten Shows, die Hauptstadt der Gegensätze.
Unser Hotel für die nächsten zwei Nächte ist wie schon in der ersten Nacht der Reise das Stratosphere, von dessen Turm aus man einen phantastischen Blick über Las Vegas hat. Wir haben mit unseren Zimmerkarten freien Eintritt dazu!
Auf dem Rückflug kann man noch einmal über diese vier einmaligen Wochen nachdenken. Es waren vier Wochen der landschaftlichen Extreme, aber auch vier Wochen der landschaftlichen unerreichten Schönheiten. Diese einmalige Reise können Sie so nur mit uns erleben. Es gibt keinen (uns bekannten) Veranstalter, der Ihnen so etwas anbieten kann.
Also füllen Sie das Anmeldeformular aus und kommen Sie mit zu einem der schönsten Plätze, die die Erde zu bieten hat. Wir freuen uns auf Sie.
Ihr / Euer Reiseleiter-Team Jürgen und Ralf
Jürgen M
Nikon-Fotograf und Spezialist für Adobe Lightroom, Panoramafotografie, Computertechnik und AV-Sch auen, zuständig für die fotografische Rundumbetreuung vor, während und nach der Reise und der gemeinsamen Erstellung einer AV-Schau der Reise mit Stumpfl Wings.
Ralf Standke
kennt die USA, Kanada und die Tour mit all seinen Locations wie seine "Westentasche" (also die richtigen Orte zur richtigen Tageszeit) und ist Spezialist für HDR-Technik und Adobe Lightroom. Das Textcopyright der Tagesetappen liegt bei ihm!
wichtige Links und Dokumente:
Auswärtiges Amt - USA-Reisen
Zollbestimmungen
Was ist zu beachten?

